Lehrprojekt „Talking Violence“
„Talking Violence“ – unter diesem Titel bot Dr. Jannis Julien Grimm im Wintersemester 2024/25 ein Proseminar im Bachelorstudiengang Politikwissenschaft an. Im Zentrum der Lehrveranstaltung stand die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen von Gewalt. Die Studierenden beschäftigten sich mit materiellen, symbolischen und strukturellen Dimensionen von Gewalt und produzierten dazu eine eigene Podcast-Reihe.
Der besondere Ansatz des Seminars bestand darin, wissenschaftliches Arbeiten mit Wissenschaftskommunikation zu verbinden. Die Studierenden recherchierten aktuelle Konflikte und gesellschaftliche Kontroversen, führten Interviews mit Fachleuten und entwickelten daraus eigenständige Podcast-Folgen für ein öffentliches Publikum. Themen waren unter anderem Gewalt gegen Zivilist*innen in Syrien und Gaza, die Folgen des Klimawandels sowie Herausforderungen der internationalen Gewaltprävention.
Ausgezeichnet wurde das Proseminar „Talking Violence“ mit dem Berliner Lehrpreis. Die Auszeichnung in der Kategorie 2 ist mit 15.000 Euro dotiert. „Das Seminar stärkt nicht nur Recherche- und Kommunikationskompetenzen, sondern macht Wissensproduktion erlebbar und trägt die Erkenntnisse durch die Veröffentlichung in die Gesellschaft. Ein herausragendes Beispiel für exzellente Lehre im Verbund mit Wissenschaftskommunikation", begründete die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege die Auszeichnung. Das Preisgeld wird an der Freien Universität Berlin für die Weiterentwicklung der Lehre eingesetzt.
Podcast „Talking Violence“
Talking Violence is a student-led podcast exploring the many faces of violence — from its visible effects to its hidden structures. Born out of an undergraduate seminar at the Otto-Suhr-Institute of Political Science and produced in collaboration with the INTERACT Centre for Interdisciplinary Peace and Conflict Studies, the podcast features dialogues with scholars, activists, and practitioners to unpack how violence is lived, legitimized, resisted, and remembered.
