Springe direkt zu Inhalt

Blurring Boundaries

Blurring Boundaries

Blurring Boundaries

In der Forschungsgruppe „Blurring Boundaries“ untersuchen wir bestehende Konzepte und Methoden der Friedens- und Konfliktforschung im Hinblick auf ihren analytischen Nutzen für die Erforschung von Gewalt im Kontext der Tätigkeit transnationaler Unternehmen. Wir fragen uns: Wie beeinflussen unterschiedliche Auffassungen von Gewalt sowie deren Operationalisierung für die empirische Forschung, wie wir die Auswirkung der Tätigkeit transnationaler Unternehmen auf menschliches (und nicht-menschliches) Leben erfassen können? Und wie beeinflusst die Hinwendung zum (internationalen) Recht zur Regulierung transnationaler Unternehmen unser Denken über Unternehmen, Konflikte und Gewalt?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der von unserer Gruppe durchgeführten Forschung (eine detaillierte Beschreibung der Forschungsprojekte finden Sie weiter unten). Der Name „Blurring Boundaries“ steht metaphorisch für die Ansätze und Interessen, die alle Projekte leiten:

(1) Programmatisch bezieht sich „Blurring Boundaries“ auf das Bestreben, Friedens- und Konfliktforschung für Perspektiven und Standpunkte aus anderen Disziplinen jenseits der Sozialwissenschaften zu öffnen und so bestehende Debatten und konzeptionelle Abgrenzungen neuen Blickwinkeln auszusetzen. Neben interpretativen qualitativen Methoden aus den Sozialwissenschaften arbeiten wir mit experimentellen und kreativen Methoden aus den Künsten, den Geisteswissenschaften und den Critical Legal Studies.

(2) In Bezug auf die Forschungspraxis verweist der Name „Blurring Boundaries“ auf das Interesse, Forschungsprozesse und Kommunikationswege jenseits der etablierten Formen innerhalb der Universität zu erkunden. Wir untersuchen insbesondere, inwiefern sozialwissenschaftliche Forschung zu Unternehmensgewalt – sowohl konzeptionell als auch empirisch – für strategische Prozessführung in dem Bereich relevant ist. In einem Lehr-Lernprojekt zu Konflikten entlang transnationaler Wertschöpfungsketten unter der Leitung von Angela Sánchez-Alfonso arbeiten wir mit der von Prof. Carolina Olarte Olarte geleiteten Umweltrechtsklinik der Universidad de los Andes (Bogotá, Kolumbien) zusammen. Dr. Hannah Franzki ist darüber hinaus als Rechtsberaterin für das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) tätig.